Deutschland

Betrieb zum Felde, Jork, Deutschland

Zum Betrieb

Besteht seit dem Jahr

Die Familie zum Felde existiert seit dem 13. Jahrhundert

1988 hat Peter zum Felde den Betrieb von seinem Vater übernommen

Viehhaltung

-

Mitarbeiter

Herr zum Felde und sein Sohn.

2-5 Aushilfskräfte in der Saison.

Landwirtschaftliche Nutzfläche

20 ha, davon

19 ha Äpfel

1 ha Süßkirschen

(Auf der Fläche für Süßkirschen werden ab dem Jahr 2015 Äpfel angebaut.)

Fruchtfolge

-

Bodenbeschaffenheit

Schwemmland bzw. Marschboden

Niederschlagsmenge pro Jahr

Rund 730 mm

Maschinenbesatz

3 NEXOS 230 F

Zum Obstanbau in Deutschland

Haupt-Obstanbaugebiete

Altes Land

Bodensee Region

Rhein Neckar Region

Sachsen

Anzahl Obstbaubetriebe

Circa 7.000

Durchschnittliche Betriebsgröße

8 Hektar

„Auch im Obstanbau hat High-Tech Einzug gehalten“

 

Wer bei dieser jahrhundertelangen Tradition allerdings glaubt, der Obstanbau sei eine romantische Angelegenheit, den bedenkt Peter zum Felde mit einem nachsichtigen Lächeln. „Auch im Obstanbau hat High-Tech Einzug gehalten“, beschreibt er. „Zum Beispiel bei der Lagerung. Jedes Kilo Obst kommt in ein so genanntes ULO-Lager, das steht für ‚Ultra-Low-Oxygen‘. Der Raum ist komplett gasdicht und der Sauerstoffgehalt wird bis auf sechs Prozent herunter geregelt. Parallel wird der CO2-Gehalt etwas angehoben, je nach Sorte auf ungefähr ein bis drei Prozent. Die Temperatur schwankt, je nach Sorte, zwischen 0,5 und 3,5 Grad.“ Auch die Steuerung weiterer wichtiger Abläufe, wie der Sortierung oder Reinigung, erfolgt heute mittels modernster Technik, erläutert Peter zum Felde.

 

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich im Anbaugebiet der Familie viel verändert. Von ehemals 300 bis 500 Bäumen pro Hektar, damals noch als sogenannte Hochstämme angebaut, arbeitet der Betrieb heute mit 2.500 bis 3.000 Bäumen pro Hektar. Im erwerbsmäßigen Obstanbau wird dabei heute vorwiegend der Niederstammanbau praktiziert, da er höhere Erträge liefert und die Arbeit an den Bäumen so wie die Ernte erheblich erleichtert.

 

Jeder einzelne Baum wird vom Schnitt über die Pflege bis hin zur Ernte individuell behandelt. „Ich kenne eigentlich jeden meiner Bäume und besuche ihn mehrmals im Jahr“, beschreibt Peter zum Felde seine Arbeit und erzählt von Behangregulierung, Schädlings- und Krankheitskontrollen und von den drei Schnittgesetzen, die seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute Gültigkeit besitzen.

„Ich habe alle meine Maschinen mit bodenschonender Bereifung ausgestattet.“

 

Der ökologische Obstbau verzichtet auf chemische Pflanzenschutzmittel und mineralische Dünger. Es werden Produkte eingesetzt, die aus Naturstoffen hergestellt werden bzw. die im Ökoanbau zugelassen sind. „Zur Bekämpfung von pilzlichen Schaderregern stehen uns unter anderem Schwefel- und Kupferpräparate zur Verfügung“, berichtet er.

 

Das höchste Gut für Peter zum Felde ist der Boden. „Den müssen wir ausgeglichen bewirtschaften und das Bodenleben aktiv bereichern, etwa durch Kompost.“ Außerdem komme es auf die Bereifung an. „Ich habe alle meine Maschinen mit bodenschonender Bereifung ausgestattet. Die übliche Rotationszeit der Bäume beträgt 15 bis 20 Jahre. Wenn man sich während der Rodung mal die Arbeit macht und einen Baum sorgfältig ausgräbt, dann kann man seine Wurzeln auch in der Mitte der Fahrgasse finden. Das bedeutet: Mit der breiten Bereifung wird der Boden geschont und dieser dankt es, indem er die Nährstoffe gleichmäßig zur Verfügung stellt und die Bäume gut versorgt“, ist er überzeugt.

 

In einigen Jahren möchte Peter zum Felde den Betrieb an seinen Sohn übergeben. Nicht nur, aber vor allem in diesem Zusammenhang ist Nachhaltigkeit für ihn in den letzten Jahren immer wichtiger geworden: „In vielleicht fünf Jahren will ich an meinen Sohn übergeben, dann möchte ich, dass er hier einen Betrieb vorfindet, der gut geführt ist, der als wirtschaftliche Einheit existieren und auch eine Familie ernähren kann. Und das geht nur, wenn man mit der Natur zusammenarbeitet.“


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Making Of - Hinter den Kulissen