Norwegen

Betrieb Eitrheim, Norwegen

Zum Betrieb

Gründungsjahr

2000

Mitarbeiter

5 Personen

Viehhaltung

-

Landwirtschaftliche Nutzfläche

Ausschließlich Lohnbetrieb

Fruchtfolge

-

Bodenbeschaffenheit

Gebirgsregion

Niederschlagsmenge pro Jahr

670 mm

Maschinenbesatz

1 CLAAS XERION 3300 TRAC VC

1 CLAAS ARION 540

1 CLAAS ARION 640

Zu Norwegen

Bevölkerung

Ca. 5,1 Millionen Einwohner

Fläche

Ca. 385.200 km² (ca. 38,5 Millionen Hektar)

Landwirtschaftliche Nutzfläche

Ca. 983.000 Hektar

Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe

Ca. 43.525

Durchschnittliche Betriebsgröße

Ca. 22,6 Hektar

„Wenn man sich wirklich für seine Arbeit interessiert, arbeitet man zehnmal besser als wenn man nur des Geldes wegen arbeitet.“

 

Die meiste Zeit des Jahres ist Winter in Hemsedal. Schon im Oktober kann der erste Schnee fallen und manchmal kommen die letzten Flocken noch im Mai vom Himmel. Die kälteste Temperatur an die Tormod Eitrheim sich erinnern kann war im Winter 2010, als das Thermometer in Hemsedal minus 40 Grad Celsius anzeigte. Während der Wintermonate haben seine Frau und die Kinder wenig von ihm, denn wenn viel los ist, kommt er erst abends gegen 23 Uhr zurück. Wenn regelmäßig Neuschnee fällt, ist er manchmal sogar nur für ein paar Stunden Schlaf zu Hause. „Diese Zeit des Jahres fordert uns allen viel ab“ erklärt Tormod Eitrheim. „Meinen Fahrern, mir selbst und meiner Familie. Wenn ich dann nach Hause komme, gehe ich in die Schlafzimmer meiner Kinder und schaue sie an. Sollten sie mal schlecht schlafen, bin ich da. Ich vergewissere mich, dass alles okay ist.“

Kinder zu haben ist für Tormod Eitrheim ein ganz besonderes Geschenk: „Bei der Arbeit sind Maschinen und Traktoren die coolsten Sachen der Welt, aber Kinder sind das Beste, was ein Mensch jemals erleben kann. Das Leben wird um eine weitere Dimension ergänzt.“ berichtet er sichtlich stolz. Unterschiede in der Erziehung seiner zwei Söhne und der Tochter möchte er vermeiden, jedem von ihnen dieselben Chancen geben, vor allem aber sie ihre Träume verwirklichen lassen – so, wie auch er sich ausprobieren konnte und heute seinen Traum lebt. Der Weg dahin war nicht immer klar, und zwischenzeitlich hat er sogar vier Jahre als UN-Soldat gedient, weil er dachte, es sei das, was ihn glücklich mache. Heute, so sagt er, sei er dankbar, dass er stets seinem Herzen habe folgen können. Ihm sei nun klar, dass er gerne etwas für Menschen tut und ausgefeilte Technik liebt. Beides biete ihm sein jetziger Job. Die Entscheidung, sich mit seiner Frau als Lohnunternehmer selbstständig zu machen, fiel im Jahr 2000. „Das Leben ist kurz, und es ist wichtig, das zu machen, was einem richtig gut gefällt und sich gut anfühlt. Wenn man sich wirklich für seine Arbeit interessiert, arbeitet man zehnmal besser als wenn man nur des Geldes wegen arbeitet.“ Richtig gute Arbeit sei „das, was jedem Tag eine Bedeutung gibt.“

„Am Ende war die Maschine sogar noch besser als ich erwartet hatte.“

 

„Ich hatte schon immer eine Vorstellung davon, wie mein ‚Traumtraktor‘ aussehen müsste, und als ich auf einer Landwirtschaftsmesse diesen XERION sah, stellte ich fest, dass er viele von den Merkmalen vereinte, die ich selbst skizziert hatte.“ Doch es sollte noch einige Zeit dauern, bis er seinen Traumtraktor kaufen konnte, denn sein Maschinenhändler in Norwegen verkaufte damals noch andere Traktorenmarken. Drei Jahre später erhielt er Post von seinem Händler. Die CLAAS Traktoren seien nun in Norwegen erhältlich. „Das hat mich wirklich beeindruckt“, gesteht Tormod Eitrheim. „Nur sehr wenige Verkäufer würden eine solche Angelegenheit drei Jahre ohne jeglichen Kontakt im Kopf behalten. Das fand ich wirklich professionell. Das gefällt mir.“ So sei er hingefahren, um den XERION auszuprobieren. „Dann war ich überzeugt“, erinnert er sich. Zwar sei der XERION sehr teuer, aber die Investition habe sich in jeder Hinsicht gelohnt, denn „am Ende war die Maschine sogar noch besser als ich erwartet hatte. Es war tatsächlich unsere beste Investition und hat unsere Arbeitsweise völlig verändert.“ Aber auch der Kundendienst bei CLAAS habe ihn beeindruckt. „Die Qualität der Traktoren muss hoch sein“, sagt Tormod Eitrmein, „sonst halten sie die Arbeit in meinem Unternehmen nicht aus und bleiben nicht lange. Die Maschinen laufen viele Stunden im Jahr und die Arbeit ist teilweise sehr kraftintensiv. Gute Unterstützung ist jedoch unerlässlich, selbst wenn man den besten Traktor der Welt hat.“

Eine Sache gibt es jedoch, die auch der beste Traktor der Welt nicht lösen kann: Die Unzufriedenheit einzelner Menschen, für die er Tag für Tag im Einsatz ist. „In meinem Geschäft braucht man eine Elefantenhaut“, sagt Tormod Eitrheim. „Wenn die Leute morgens im Schnee stecken bleiben, dann ist es natürlich nicht ihre Schuld, sondern die des Kerls, der den Schnee noch nicht geräumt hat. Da kriegt man manchmal einiges zu hören.“ erzählt er mit einem entspannten Lächeln. Doch er liebe es nach wie vor, anderen zu helfen, auch wenn man einfach nicht überall gleichzeitig sein könne. Es macht ihm nichts aus, denn „solange die Leute nichts anderes zu tun haben, als sich über den Schnee auf der Straße zu beschweren, weiß ich, dass ich in einem sehr guten Land wohne.“ Einen Ausgleich für die manchmal nervenaufreibende Arbeit und den Zeitdruck biete die unvorstellbare Ruhe in den Weiten der Berge. „Wenn ich eine Passstraße räume, die den Winter über gesperrt war, ist hier oben nichts weiter. Keine Straßengeräusche, keine Menschen, keine Tiere, einfach nur Stille“ berichtet er von seltenen Momenten, in denen er die Ruhe bewusst genießen kann.

Jeden Tag sein Bestes zu geben, für seine Kunden, für sich selbst und für seine Familie – das ist es, was Tormod Eitrheim antreibt. Er bezeichnet sich selbst als Perfektionisten, sei „irgendwie nie zufrieden“, aber gerade das motiviere ihn, seine Arbeit immer mit Leidenschaft zu erledigen. Denn sonst, davon ist er überzeugt, könne man die wichtigste Sache im Leben, nämlich Glück und Zufriedenheit, niemals erreichen.


Bildergalerie


Making Of - Hinter den Kulissen