Österreich

Österreich

Zum Betrieb Unterweger

Besteht seit dem Jahr

1972

2005 hat Peter Unterweger den Betrieb von seinem Vater übernommen

Viehhaltung

80 Milchkühe, zzgl. Nachzucht

Mitarbeiter

Familienbetrieb

Fläche

78 ha, davon

64 ha Grünland,

14 ha Hafer, Hirse, Triticale

Bodenbeschaffenheit

lehmig, teilweise Schotterböden, mittelschwer

Niederschlagsmenge pro Jahr

Rund 1.000 mm

CLAAS Maschinenbesatz

ARION 410

CORTO 3200 FN

DISCO 2650

LINER 1650 TWIN

Zu Österreich

Bevölkerung

Ca. 8.7 Mio. Einwohner

Gesamtfläche

8,39 Mio. ha (20.73 Mio. acres)

Landwirtschaftliche Nutzfläche

2.73 Mio. ha (6,74 Mio. acres)

Davon 1,30 Mio. ha (3,2 Mio. acres) Dauergrünland und 1,36 Mio. ha (3,3 Mio. acres) Ackerland.

Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe

166.317,

davon 92% Einzelunternehmen

Es gibt viele gute Bauern, die es richtig machen.

 

Die Landwirtschaft in Österreich ist geprägt von familiengeführten und eher kleinstrukturierten Betrieben – was zum Teil auch an den natürlichen Gegebenheiten, sprich: den Bergen liegt. Auch der Betrieb der Unterwegers liegt in einer hügeligen Region, wo der Grünlandanbau leicht überwiegt. Österreich macht aus seinen Besonderheiten eine Tugend und setzt schon seit Jahren auf eine konsequente Qualitätsstrategie. Der Anteil an Bergbauernbetrieben ist mit rund 40 Prozent sehr hoch, ebenso der Anteil an Bio-Betrieben mit rund 18 Prozent. Österreichs Supermärkte bieten heute ein sehr breites Sortiment an regionalen Erzeugnissen und Bioprodukten. Der Absatz von Biobutter liegt mittlerweile bei neun Prozent, der von Biomilch bei 19 Prozent, Nachfrage steigend. Außerdem zählen Österreichs Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter zu den jüngsten und am besten ausgebildeten in der gesamten Europäischen Union.

 

Auch vor diesem Hintergrund war die Entscheidung der Unterwegers, ihren Betrieb auf biologische Landwirtschaft umzustellen, ein langwieriger Prozess. „Überlegt haben wir bestimmt schon zehn Jahre“, blickt Peter zurück, seine Frau Maria pflichtet ihm bei: „Dass wir überhaupt den Gedanken hatten ‚Warum nicht Bio?‘ und dass wir angefangen haben, ein paar Sachen zu hinterfragen, das hat schon ein paar Jahre gedauert.“ Aber dann sei die Entscheidung für die Umstellung plötzlich da gewesen.

 

Dazu beigetragen hat vielleicht auch der Austausch mit Kollegen, der für Peter wichtig ist, egal ob Bio oder konventioneller Betrieb: „Es gibt viele gute Bauern, die es richtig machen“, sagt er. Dazulernen müsse man immer, sein ganzes Leben, ist die Einstellung des Landwirts.

Die heutige Technik trägt dazu bei, dass genau die Futterqualität erzeugt werden kann, die gebraucht wird.

 

Eigentlich geht Peter am liebsten raus in die Natur, bereitet Weideflächen vor oder arbeitet im Holz. „Im Sommer käme ich fast ohne Technik aus, denn es gibt nichts einfacheres, als ein paar Pfähle einzuschlagen und die Kühe auf die Wiese zu lassen. Aber für den Winter brauche ich eine gute Futterqualität, und das geht nur mit schlagkräftigen Maschinen.“ Ebenso wichtig wie die Maschinen ist auch ein guter Service. Dabei verlässt Peter sich auf seinen Landmaschinenhändler Bernhard Wölfleder, den er schon seit Kindertagen kennt. Als dieser vor einigen Jahren von Steyr auf CLAAS umstellte, ließ auch Peter sich überzeugen. „Die Futtererntemaschinen liefern einfach die beste Qualität“, bestätigt Bernhard Wölfleder, und Peter fügt hinzu: „Ich hatte ja vorher auch Traktoren, die hatte ich 20 Jahre, und sicher, das ging auch. Aber die heutige Technik trägt dazu bei, dass ich genau die Futterqualität erzeugen kann, die ich brauche.“

 

In der Regel kann Peter vier Schnitte pro Jahr realisieren. Was aber von Fläche zu Fläche variiert. „Jede Wiese ist in einem anderen Wachstumsstadium. Hinzu kommt das Wetterrisiko, die Unbeständigkeit. Ich kann nicht zu jeder Zeit in die Wiesen fahren, wenn es zu nass ist“, erklärt er. Also beerntet er die Wiesen zu unterschiedlichen Zeiten. Das ist auch der Grund, warum er bei der Grasernte auf die Produktion von Ballensilage statt Fahrsilo-Silage setzt. Es sei einfach flexibler und stelle jederzeit gleichwertige Futterqualität sicher, erläutert er. Die Mahd und Vorbereitung der Grassilage übernimmt Peter mit seinen eigenen Maschinen, einem CLAAS ARION 410 mit der Mähwerkskombination aus CORTO und DISCO sowie einem Schwader LINER 1650 TWIN. Das Pressen und Wickeln erfolgt in Lohnarbeit.


Bildergalerie


Making Of - Hinter den Kulissen