Polen

Betrieb Różański, Polen

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Besteht seit dem Jahr

1978

Betrieb

Landwirtschaft
Lohnunternehmen
Spedition

Viehhaltung

-

Mitarbeiter

30 Mitarbeiter, in der Saison rund 40 Mitarbeiter

Landwirtschaftliche Nutzfläche

Eigener Betrieb: 800 Hektar
Lohnarbeit: 2.000 Hektar

Anbau/ Fruchtfolge

Weizen, Triticale, Raps, Lupinen, Gerste, Hafer, Zwischenfrüchte

Bodenbeschaffenheit

Sand

Niederschlagsmenge pro Jahr

Rund 550 mm

Maschinenbesatz

XERION 3300 TRAC VC

AXION 950, 920, 850

AXION 810

ARION 640, 620

LEXION 770, 2x 670

TUCANO 440

MEGA 204

JAGUAR 870

SCORPION 9040, 7035

QUADRANT 3200, 2200

Zu Polen

Bevölkerung

38,5 Mio. Einwohner

Fläche

312.679 km² (31,2 Mio. Hektar / 77,0 Mio. acres)

Landwirtschaftliche Nutzfläche

Ca. 14,6 Mio. Hektar (36,1 Mio. acres)

Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe

1,429 Mio.

Durchschnittliche Betriebsgröße

10,2 ha (25 acres)

„Wir waren die ersten, die einen eigenen Mähdrescher besaßen.“

 

In Polen gehört ein Unternehmen wie das der Różańskis noch zu den Ausnahmen. Bis heute ist die polnische Landwirtschaft geprägt von einem hohen Anteil kleiner Betriebe, die vornehmlich in Süd- und Ostpolen zu finden sind. Betriebe mit rund fünf Hektar machen noch immer 52 Prozent der Gesamtbetriebe aus. Das hat historische Gründe. Die polnische Landwirtschaft war im Großen und Ganzen geprägt von drei Phasen: Während des Wiederaufbaus in den 40er Jahren wurde die Obergrenze für Privateigentum in den neuen Siedlungsgebieten auf bis zu 15 Hektar für Ackerland und 20 Hektar für Zuchtbetriebe festgelegt. In manchen Regionen war sogar eine Obergrenze für Eigentum von nur fünf Hektar vorgesehen, der Rest des Landes befand sich in staatlicher Hand. Ende der 40er, Anfang der 50er Jahre erfolgte eine weitere Entwicklung der Staatsgüter und zugleich eine Kollektivierung der kleinen Bauernwirtschaften in Form von Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG). Erst ab 1957 gab es erste Tendenzen einer Lockerung gegenüber dem ökonomischen Privatsektor und ab 1990 wurden die staatlichen landwirtschaftlichen Betriebe aufgelöst und es erfolgte eine Privatisierung und Konsolidierung der polnischen Landwirtschaft in Vorbereitung auf den Beitritt Polens zur Europäischen Union.

 

So hatte Vater Różański wohl den richtigen Riecher, als er schon 1978 die ersten zehn Hektar Ackerland erwarb und nach und nach die Chancen für den weiteren Zukauf von Land nutzte. Anfang der 90er Jahre besaßen die Różańskis bereits 50 Hektar und als es endlich möglich war, gebrauchte westliche Technik zu erwerben, waren sie die ersten, die einen eigenen Mähdrescher besaßen. Dieser war allerdings mit 50 Hektar bei weitem nicht ausgelastet und so ergab sich mehr oder weniger unbeabsichtigt der Lohnbetrieb, der mittlerweile auf eine beachtliche Größe angewachsen ist. So bieten Różańskis ihren Kunden heute fast alle landwirtschaftlichen Tätigkeiten. Über Gülleausbringung, Bodenbearbeitung, Aussaat, Pflegeanwendungen, Getreide- und Futterernte bis hin zu Sonderanwendungen, wie z.B. Uferbefestigungen an der Küste.

„Wir haben eine tolle Mannschaft“

 

Eine Herausforderung, die die Brüder in ihrem Streben nach Wachstum und erstklassiger Arbeit immer wieder bewältigen müssen, ist die Suche nach gutem Personal, um ihr Team zu vergrößern. Gute Mitarbeiter, das sind für Różańskis Menschen, die genau wie sie ein Gespür für die Landwirtschaft, für die Kunden und für die Maschinen haben. „Wir haben eine tolle Mannschaft“ bestätigen Tomek und Piotr. Allerdings werde es zusehends schwerer, weitere Leute zu finden, die die neuen Maschinen richtig bedienen können und sich angemessen darum kümmern.

 

Tomek und Piotr sind in ihrem Wesen grundverschieden. Aber gerade das scheint genau die richtige Mischung zu sein für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Betriebes. Kundenakquise, Finanzielles, die Geschäftsführung an sich – das ist der Bereich von Tomek, dem sein Bruder nachsagt, er sei „stark, fleißig und hartnäckig“. Wenn er sich ein Ziel setze dann stehe ihm nichts im Wege. Für Tomek muss alles immer auf Hochtouren laufen, damit er zufrieden ist: „Schon als Kind war ich schnell. Wenn die ganze Zeit etwas los ist, dann bin ich sehr zufrieden. Und wenn es Probleme gibt, dann rufen die Leute mich an. Ich suche anschließend selbst oder zusammen mit meinem Bruder schnell eine Lösung.“ Im Gegensatz dazu ist Piotr eher der nachdenkliche und ruhigere der beiden Brüder, der noch dazu jede Maschine selbst bedient. „Mein Bruder kann zwar in den Schlepper steigen und das Getreide transportieren, aber wenn es um die Aussaat, das Pflügen oder das Spritzen und Düngen geht, darum kümmere ich mich“, beschreibt Piotr die Arbeitsteilung im Betrieb, mit der beide Brüder sehr zufrieden sind.


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