Tansania

Betrieb TPC Ltd., Tansania

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Besteht seit dem Jahr

1930

Viehhaltung

-

Mitarbeiter

3.000

Fläche

15.000 ha, davon
8.000 ha Zuckerrohr
4.600 ha Wald/ Naturreservat
2.400 ha Wiederaufforstung, Wohn, Betriebs- und Infrastrukturflächen sowie unbearbeitete Flächen auf Grund von Versalzung

Fruchtfolge

-

Bodenbeschaffenheit

Sand/ Ton/ Lehm

Niederschlagsmenge pro Jahr

400 – 500 mm

Maschinenbesatz

72 Traktoren, davon

1x ATLES 946

1x AXION 820

1x ARES 836

2x ARION 640 C

32x CELTIS 456

27x AXOS 340 C

8 x CERES 335

Zum Zuckerrohranbau

Größte Zuckerrohrproduzenten

Brasilien
Indien
China
Thailand
Pakistan

Verarbeitungsleistung der Fabriken

4.000 bis 40.000 Tonnen pro Tag

„Hier, nur 50 Kilometer vom Kilimandscharo, mit 5.895 Metern Afrikas höchster Berg, findet die Pflanze bei tropischem Klima und ausreichend Sonne optimale Bedingungen.“

 

Mehr als die Hälfte der weltweiten Zuckerrohranbaufläche wird noch per Hand geerntet, ebenso bei TPC Ltd. Eine durchaus gefährliche Tätigkeit, denn im Zuckerrohr fühlen sich unter anderem Schlangen wohl. „Das ist ein Grund, warum wir die Zuckerrohrfelder vor dem Schneiden in Brand setzen, andernfalls würde sich kein Cutter dort hineinwagen“, erklärt Frederick North-Coombes. Das Feuer verbrennt die trockene Blattmasse, ohne das Zuckerrohr oder die Wurzeln zu beschädigen. Jeweils einen Abend vorher entscheidet der verantwortliche Bereichsleiter Pflanzenbau, welche Flächen am nächsten Tag geerntet werden sollen, und diese werden dann abgebrannt. Bei der Entscheidung geht es neben der Erntereife der Flächen vorrangig um Wetterverhältnisse. Es kann durchaus vorkommen, dass es auf einem Teil des TPC-Areals regnet, während es an anderer Stelle trocken ist. „Das ist eben der Einfluss des Kilimandscharo“, sagt Frederick North-Coombes.

 

Die Anbauflächen von TPC Ltd. sind für Zuckerrohr geradezu ideal. Hier, nur 50 Kilometer vom Kilimandscharo, mit 5.895 Metern Afrikas höchster Berg, findet die Pflanze bei tropischem Klima und ausreichend Sonne optimale Bedingungen. Insbesondere die Wasserversorgung – immerhin liegt der Wasserbedarf pro Hektar bei jährlich rund 1.200 bis 1.500 mm – ist hier gewährleistet. 400 bis 500 mm fallen als Niederschlag, leider jedoch hauptsächlich zur Regenzeit im April und Mai, so dass die Flächen während des restlichen Jahres aus Bergflüssen und mit Grundwasser bewässert werden. Trotz der relativ guten Voraussetzungen stellt der Boden eine große Herausforderung dar. „Wir haben hohe Natrium- und Salzgehalte, die es schwer machen, besseres Zuckerrohr anzubauen“, erklärt der Zuckerrohrexperte North-Coombes. Um dem Effekt der Bodenversalzung entgegen zu wirken, muss bei der Bewässerung ebenfalls für entsprechende Entwässerung durch Drainagesysteme gesorgt werden.

„Die Traktoren hier haben zwei Leben.“

 

„Die Traktoren hier haben zwei Leben“ beschreibt Eric Pignon, rechte Hand von Frederick North-Coombes, den Einsatz der Maschinen. „In der Regel bleiben sie rund zehn Jahre und haben dann 30.000 Stunden auf der Uhr. Pro Jahr laufen sie bis zu 4.000 Stunden. Die ersten fünf Jahre im Zuckerrohrtransport, anschließend noch einmal ca. 10.000 Stunden im normalen Feldeinsatz, wo sie zum Düngen, Spritzen usw. eingesetzt werden“, erläutert Eric Pignon ein reguläres Traktorleben unter TPC-Bedingungen. Für Transport- und normale Feldarbeiten setzt TPC Traktoren verschiedener Modelle von 50 bis 150 PS ein. Das Roden der Zuckerrohrwurzeln, das Pflügen und die Bodenvorbereitung für die Neuanpflanzungen übernehmen vier Großtraktoren mit bis zu 350 PS.

 

„Die Bedingungen hier in Afrika sind mit europäischen Verhältnissen nicht zu vergleichen“ meint Frederick North-Coombes. Er muss es wissen, denn er kennt europäische Bedingungen, da er familiäre Beziehungen nach Europa hat den Kontinent des Öfteren bereist. Die Anforderungen an die Technik, die Bedingungen, die Mitarbeiter, all das sei von besonderer Bedeutung. „In Afrika ist es schwierig mit dem Service. Wir sind sehr weit weg von allem, von zivilisierten Orten und damit Ersatzteilen, Maschinen, und so weiter“, beschreibt er die Situation am Sitz seines Arbeitgebers. Deshalb lege man bei der Suche nach möglichen Lieferanten großen Wert auf verlässliche Partner, gute Technik und eine erstklassige Serviceversorgung. Wartungs- und Reparaturarbeiten erledigen speziell ausgebildete Mitarbeiter in der firmeneigenen Werkstatt. Und so wundert es auch nicht, dass für North-Coombes die Definition eines guten Tages lautet: „Wenn man es schafft, ein komplexes Thema oder Problem erfolgreich zu lösen.“


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