Ungarn

Spiel Mix KFT, Ungarn

Zum Betrieb

Besteht seit dem Jahr

1990

Viehhaltung

300-500 Schafe (im Familienbetrieb)

Mitarbeiter

20 Mitarbeiter

Landwirtschaftliche Nutzfläche

1.160 ha, davon

295 ha Soja

255 ha Winterweizen

160 ha Sonnenblumen

145 ha Winterraps

95 ha Mais

90 ha Zuckermais

45 ha Saatgutmais

45 ha Wintergerste

30 ha Dinkel

Bodenbeschaffenheit

Schwarzerde/ Donauschwemmland

Niederschlagsmenge pro Jahr

550 – 600 mm

CLAAS Maschinenbesatz

2x LEXION 540

1x LEXION 650

SCORPION 7030

SCORPION 7045

AXION 810

ARION 640

ARION 530

ARION 520

ARION 420

ARES 697

Zu Ungarn

Bevölkerung

Rund 9,9 Mio. Einwohner

Gesamtfläche

9,303 Mio. ha (22,988 Mio. acres)

Landwirtschaftliche Nutzfläche

Rund 5,337 Mio. Hektar (rund 13,188 Mio. acres)

Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe

Rund 576.000

Die klimatischen Bedingungen und die Bodenverhältnisse entlang der Donau sind ideal für die Sojapflanze.

 

Der Sojaanbau ist heute die Passion Árpád Bártfais, und er ist überzeugt, dass „unser Land prinzipiell in der Lage ist, den Eigenbedarf an Sojafuttermittel zu decken. So wie es in den 80er Jahren schon mal der Fall war. Dafür wären knapp 300.000 Hektar notwendig. Geeignete Flächen gäbe es.“ Die klimatischen Bedingungen und die Bodenverhältnisse entlang der Donau – also genau dort, wo auch der landwirtschaftliche Betrieb Spiel-Mix Kft. beheimatet ist, den der 37-Jährige und sein Schwiegervater gemeinsam leiten – sind ideal für die Sojapflanze. Die Sojaproduktion des Landes beläuft sich aktuell auf 40.000 bis 80.000 Hektar bzw. durchschnittlich 100.000 bis 150.000 Tonnen. Nichtsdestotrotz wird ein Großteil des Sojas exportiert. „Heute liefern wir unser Soja nach Deutschland oder Holland, wo es mit GMO-verändertem Soja (GMO: genetically modified organism) vermischt wird und als Futtermittel zurück zu uns nach Ungarn gelangt“, erzählt Árpád Bártfai. Seufzend fügt er hinzu: „Das ist eigentlich nicht nachvollziehbar.“. Denn Ungarn hat sich dem Anbau von GMO-freiem Soja verschrieben, was sogar in der ungarischen Verfassung verankert ist. Darüber hinaus gehört Ungarn mit sieben weiteren Ländern zu der ‚Initiative Donausoja‘, die 2012 einen Vertrag für den Anbau von GMO-freiem Soja unterzeichnet haben, ausgehend von der steigenden Nachfrage nach gentechnisch unverändertem Soja für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion in Europa. Nach Ansicht von Árpád Bártfai wäre es zukünftig auch denkbar, dass eine weiterverarbeitende Industrie entstehet und die Abhängigkeit vom südamerikanischen Soja weiter sinke. Damit verbindet der dreifache Vater eine Vision für die Zukunft: der Zusammenschluss der ungarischen Sojaproduzenten und der Aufbau einer Fabrik, in der gentechnikfreies Sojafuttermittel hergestellt wird.

Die CLAAS-Maschinen sorgen für reibungslose Abläufe bei Aussaat, Ernte und anderen landwirtschaftlichen Arbeiten im Betrieb.

 

Für ihre vielfältige Arbeit im Betrieb legen die beiden Männer Wert auf Maschinen, die dieser Vielfalt und den hohen technischen Anforderungen gerecht werden. Das Rückgrat des Maschinenparks bilden schon seit langem CLAAS-Maschinen. „Das hat zwei Gründe“, führt Árpád Bártfai aus: „die Qualität und die Zuverlässigkeit.“ Hinzu komme, dass der CLAAS-Vertriebspartner, die Firma Axiál, gerade mal 25 Kilometer vom Betrieb entfernt sei. Sechs CLAAS-Traktoren, drei LEXION-Mähdrescher und zwei SCORPION-Teleskoplader sorgen für reibungslose Abläufe bei Aussaat, Ernte und anderen landwirtschaftlichen Arbeiten im Betrieb. Árpád Bártfai ist überzeugt: „Es gibt noch große, nicht erschlossene Möglichkeiten in der Landwirtschaft. Heutzutage reden wir nicht mehr darüber, welche Saat mit welcher Maschine ausgesät wird, sondern über die Technologie, die alles miteinander vernetzt und wie Telefon, App und Co. den Betriebsleitern die Arbeit erleichtert.“ So haben er und sein Schwiegervater sich die Arbeit im Betrieb mittlerweile aufgeteilt: László Gallo ist zuständig für die täglichen Arbeiten und den Pflanzenschutz, Árpád Bártfai übernimmt die Büroarbeiten, kümmert sich um das Farm/Fleet-Management sowie neue Technologien und ist verantwortlich für die Mitarbeiter. Es sei wichtig, dass jeder seinen Bereich habe, in den ihm der andere nicht hineinrede, meint Árpád Bártfai. Dass die Zusammenarbeit der beiden Männer funktioniert, auch daran gab es einige Zweifel. Aber trotz ihrer Verschiedenheit – oder vielleicht gerade deswegen – sind sie inzwischen ein gutes Team. „Ich kann an zwei Fingern abzählen, wie oft wir uns in den letzten zehn Jahren gestritten haben“, sagt Árpád Bártfai. „Ich glaube, ich habe mich in diesen sehr schönen, aber sehr schwierigen Beruf bestmöglich eingearbeitet. Es ist ein ganz anderer Beruf, aber ich liebe es. Wer in diesem Job arbeitet, weiß glaube ich, was ich meine.“


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